Elefanten im Lager

Teil 1 – Lower Zambezi, Mvuu Camp

Warum schaut sie denn immer so interessiert in unsere Richtung. Den ganzen Nachmittag hat sie uns mit ihren Tanten und Kindern und einer zweiten Gruppe Elefanten unterhalten. Wir sind ihnen hinterher auf dem Weg zum Fluss, den sie durch unser Buschcamp zu erreichen gedachten.

Elefant toter Baum

Ewigkeiten wurde fotografiert und gefilmt. Auch das deutliche Schubsen eines toten Baumes in unsere Richtung hielt uns nicht ab weiter zu filmen. Jetzt steht sie bei uns am Lager und scheint auf was zu warten.

Das ewige gegenseitige Beäugen hat uns dann doch ermüdet und wir zogen auf ein Savannah dry in die Bar. Das war ihre Stunde, kaum waren wir weg hat sie ihrer kleine Familie direkt an unser Zelt geführt um dort die Büsche um zu gestalten.

Kleine schlaue Lady, sie kennt die Menschen.

sie wartet

Teil 2 – Kafue NP, Hippo Bay Campsite

Man hört sie nie kommen. Es ist unfassbar wie lautlos diese riesigen Tiere sich im Buschland bewegen. Nur das nimmermüde Abbrechen von Ästen und Zweigen, oder gar das um Schubsen ganzer Bäume ist ein Zeichen ihrer Anwesenheit. Sie interessieren sich nicht für uns wenn wir noch im Zelt sind. Dann ist das nur ein grüner Würfel auf ihrem Weg.

Wenn wir aber, weil wir dachten sie sind weg, zur Toilette laufen, halten sie in ihrer Tätigkeit inne um, ähnlich wie wir, unsere Anwesenheit zu prüfen und zu beäugen.

Kommen sie zur Erkenntnis keiner da wird weiter der Wald umgestaltet. Ist die Erkenntnis: „Die sind ja immer noch da!“ wird ein angemessener Bogen um uns und unser Lager geschlagen.

 

Teil 3 – Kafue NP, Konkamoyo Lodge

Ganz ohne akkustische Signale geht es auch bei Elefanten nicht. Steht er am Luxuszelt einer Afrika-Reisenden um den viel zu schattigen Platz daneben in einen sonnendurchfluteten zu verwandeln, kann man sicher sein, dass die Touristen übermütig werden und ihm ins Gebüsch folgen, immer auf der Suche nach D E M Foto. Allen voran mein Mann, im roten Hemd, grandiose Idee. Ich habe vollstes Verständnis wenn der Elefant dieses Ansinnen mit einem DEUTLICHEN Töröööö beendet. Das darauffolgende Bild war göttlich. Aus dem Dickicht flogen drei touristische Kanonenkugeln, eine davon im rotem Hemd. (Kommentar Mann: “das ist eine frei erfundene schriftstellerische Interpretation. Ich ‚ging‘ angemessenen Schrittes, während Karin und der norwegische Sänger (von Aribags) flogen!“)

Natürliche Autorität haben sie schon, die großen graue Damen!

Teil 4 – South Luangwa NP, Track&Trail Lodge

Immer wird uns Besuchern, egal ob Buschcamp, Campground oder Lodge, versichert das die Mülltonnen affensicher sindJ Hihi affensicher, aber auch nur wenn der große Menschenaffe sie ordentlich zu macht. Dann sind die Systeme fast alle sicher. Was einem keiner sagt……Die großen Grauen öffnen auch Mülltonnen. Selbst die, die ordentlich in ihre speziell dafür gebauten Nischen verstaut sind. Mit ihrem Daumen am Rüssel sind sie geschickt wie Jongleure. Und lässt sich die Großhalstonnen mit dem Rüssel dann doch nicht aufdrehen, macht nix. Draufgetreten und der Deckel fliegt wie gesprengt weg. Das Kleine das sie dabei hatte, hat wieder was fürs Leben gelernt. So komme ich an die leckeren Möhren-, Zwiebeln- und Ingwerschalen.

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