Nachtsafari am South Luangwa

An einer schönen Stelle am Fluss, im Schein der untergehenden Sonne genossen wir einen Gin Tonic und selbst gemachte Kartoffelchips. Dazu sangen die Hippos ein Liedchen. Gemächlich tuckerten wir als bald in den Sonnenuntergang. Schnell wurde es nacht und der Suchscheinwerfee wurde aktiviert. Natürlich war es schwierig Tiere in dieser Dunkelheit zu entdecken. Wir hofften ja immer noch auf Wild Dogs, aber die sollten wir an diesem Abend nicht sehen. Masumba, unser Guide, hatte scharfe Augen und entdeckte eine kleine Schlange im Busch.  Elefantenspitzmäuse huschten durchs Dunkel und die Augen einer kleinen Katze,  vielleicht einer Ginsterkatze, leuchteten uns entgegen.

Über Stock und Stein rumpelten wir durch die afrikanische Nacht. Auf einer Böschung schreckten wir drei Stachelschweine auf,  die erst empört ihre Stacheln aufrichteten um dann in heller Aufregung davon zu rennen. Gegen acht Uhr fuhren wir in Richtung der Zikomo Lodge. Da erspähten Masumba und John eine große Katze, die im Busch verschwand.  Eine heftige Diskussion entspann sich, ob es sich um eine Löwin oder einen Leoparden handelte. Eine wilde Verfolgungsjagd begann. Wir hüpften auf unseren Sitzen auf und ab, während die Katze zu entkommen versuchte. Sie hielt kurz inne um die Umgebung zu sondieren, wir hielten an um sie besser in Augenschein zu nehmen. Durch mein Fernglas erkannte ich eindeutig die wunderschöne Fellzeichnung eines Leoparden. Uli gelang noch ein Schnappschuss, ehe das Tier im Dickicht verschwand.

Nach kurzer Fahrt lag vor uns im Scheinwerferlicht eine Löwin.  Masumba identifizierte sie sofort als jene Löwin,  die zwei Wochen zuvor ihr Junges im Camp geboren hatte. Sie lag ganz ruhig da und schaute uns ziemlich entnervt an.

Nach diesen tollen Erlebnissen brauchte es unbedingt ein eiskaltes Mosi.

Autor: Heike

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