Sambia – Ich träume von Dir

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Nun ist das Abenteuer vorbei. Ich hänge die letzte Waschmaschine Wäsche auf. Dieses Mal wurde sie mit Vorwaschgang gewaschen, damit dieser hartnäckige Staub und Sand verschwindet. Auf der Terrasse scheint zwar lustig die Sonne, aber mich fröstelt und ich wünsche mir die afrikanische Sonne auf meiner Haut. Der Rasen ist nass vom Tau und ich schnuppere die frische Luft, doch ich möchte gerne die staubige Hitze riechen.

Die letzte Nacht lag ich in meinem bequemen Bett, auf unserer Luxusmatratze und doch war ich die ganze Nacht in Afrika. Ich vermisse sogar unser „Reihendoppelzelt“, die Drei-Zentimeter-Matratze und die komischen kleinen gelben Tiere, die mich manchmal angefallen haben. Ich kann jetzt in der Nacht auf die Toilette gehen, ohne vorher zu lauschen, wer alles vor der Türe steht.

Oh, ich vermisse das rüsselige Landschaftsgärtnerteam und das Heulen und Knurren um mich herum. Nachts singen mich weder Hippos noch Frösche in den Schlaf und auch unsere Singvögel hier sind recht sparsam mit ihrem Morgengesang. Meine verstochenen Knöchel sehen mittlerweile wieder normal aus und auch alle anderen Stiche sind soweit abgeheilt. Ab und zu wacht der eine oder andere dann mal wieder auf, aber es wird weniger und weniger. Hier sind die Mücken wahrscheinlich schon im Winterschlaf.

Hier gehe ich auch wieder später schlafen, weil ich dann doch vor dem Fernseher hängen bleibe. In Sambia war meistens um 9 Uhr Schicht im Schacht und wenn morgen früh der Wecker klingelt, dann darf ich nicht auf die nächste Pirschfahrt gehen, sondern dann wartet der alltägliche Arbeitswahnsinn wieder auf mich. Aber zugegebenermaßen freue ich mich ja auch schon wieder auf die Arbeit und ich kann mich ja immer mal wieder kurz nach Afrika träumen.

Und eines ist so klar wie Kloßbrühe: Sambia ich komme wieder!

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